Erster Akt
Das Spiel begann wie ein aufziehendes Schauspiel, das Publikum gespannt, die Arena erfüllt von einem Raunen, als beide Mannschaften ihr Heil im Angriff suchten. Noch schien das Geschehen ein offener Tanz der Möglichkeiten, ein Ringen von Kraft und Wille. Doch bald fand die SG HaWei schneller ihren Rhythmus, als sei ihnen eine unsichtbare Hand gewogen. Angriff für Angriff nahm Gestalt an, die Pässe flossen, die Abschlüsse fanden ihr Ziel, und so erarbeiteten sie sich eine komfortable Führung von 15:8.
Es war, als hätte der neue Lenker ihnen die Zauberformel ins Ohr geflüstert, ein Wort von der Art, die nicht bloß taktisch klingt, sondern tief in die Brust dringt: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.“
So schien dieser erste Akt der Saison beinahe wie ein Pakt: das Versprechen, unter neuer Führung nicht nur zu kämpfen, sondern auch zu siegen, als habe die Mannschaft ihre Seele in den Dienst des Spiels gestellt, um das Glück des Sieges zu erringen (19:13).
Zweiter Akt
Doch wie in jedem Schauspiel, so regte sich auch hier die Gegenseite, die sich nicht willig in ihr Schicksal fügen wollte. Mit neuem Mut bäumten sie sich auf, warfen Tor um Tor, und plötzlich war die klare Führung gefährdet (25:21). Der Zweifel – ein alter Begleiter der HaWei – kroch heran, flüsterte: „Vertraust du zu sehr auf dein Glück? Meinst du, die Kräfte reichen ewig?“
Für einen Moment schien es, als könnte das Werk der ersten Halbzeit entgleiten, als würde der Gegner die Bühne erobern und die Herren 2 zu Statisten ihres eigenen Dramas machen. Doch da erhob sich eine Auszeit, nicht als Zauberer, sondern als Rufer der Ordnung. Mit ruhiger Stimme kam die Vernunft zurück und mahnte: „Im Anfang war die Tat.“
Und so wurde das Wort zur Tat. HaWei gewann Ball um Ball, setzte ihre Körper in die Waagschale, kämpfte mit Herz und Wille. Das Publikum spürte es – der Zweifel wich, die Versuchung war überwunden, und das Drama nahm erneut Fahrt auf in Richtung der eigenen Stärke (32:26).
Dritter Akt
Tor um Tor kehrte die Sicherheit zurück, der Vorsprung wuchs, und das Ringen wandelte sich vom bangen Kampf zur Gewissheit des Triumphs. Es war, als ob über den Köpfen der Spieler die Stimme des Dichters erklänge: „Verweile doch, du bist so schön!“ Denn in diesen Momenten war alles vereint – die Tat, der Wille, der Sieg (35:31).
Wer dieser Faust ist und warum er einen Pakt mit dem Teufel eingeht, weiß ich auch nicht ganz genau. Was ich weiß, ist, dass die Herren 2 am 05.10 um 17 Uhr den zweiten Teil des Dramas schreiben und dafür einiges an Unterstützung benötigen.
Aufstellung und Torschützen:
Tor: Philipp Huber
Feld: Alessandro Burkhard 2, Robin Debatin 7, Patrick Firnkes 3, Christian Hintermayer , Fabio Häfner 2/1, Jan Krämer , Jakob Köhler 8/2, Johannes Köhler 4, Dominik Machauer , Patrick Simianer 3, Jannik Simianer 2, Leon Würges 3, Joshua Zoz 1
