Die SG HaWei lud zum Heimspiel – und die Gäste aus LangenSteinbach brachten nicht nur ihren steinernen Namen mit, sondern auch den Versuch, den Hausherren das Leben schwer zu machen. Was sie allerdings nicht ahnten: HaWei hatte an diesem Tag eindeutig Schere gewählt – und schnitt sich mit beeindruckender Leichtigkeit durch die „Steine“ der Gäste.
Das Spiel begann gewohnt wild: Beide Teams warfen munter Tore, als gäbe es beim Schere-Stein-Papier die Option „Torregen“ (5:5, 11 Min). Doch während LangenSteinbach noch suchte, ob irgendwo „Brunnen“ erlaubt ist, zog HaWei schon die Überraschungsschere und schnitt die ersten Lücken in die Abwehr der Gäste (10:8). Die Hausherren trafen quer durchs Alphabet und aus allen Lagen – mal elegant wie Papier, mal hart wie Schere, aber selten so schwerfällig wie Stein (15:09).
Zwischendurch versuchten die Gäste, mit ein paar gelben Karten etwas steinige Härte ins Spiel zu bringen. Doch HaWei blieb stabil wie ein DIN-A4-Blatt: leicht, flexibel, aber erstaunlich widerstandsfähig. Auch die Strafwürfe der Gäste halfen nicht viel – denn was nützt der härteste Stein, wenn die Schere einfach im richtigen Moment zuschnappt?
In der Schlussphase schien LangenSteinbach endgültig begriffen zu haben, dass ihr Stein an diesem Tag nichts zu melden hatte (26:15). Die HaWei-Offensive drehte nochmal richtig auf und feuerte Treffer heraus, als würden sie einen ganzen Papierstapel lochen. Besonders die Flügelscheren hatten offenbar beschlossen, heute Konfetti aus der gegnerischen Abwehr zu schneiden (33:21).
So endete die Partie mit einem deutlichen Sieg für die SG HaWei (35:22), die an diesem Tag klar bewies: Gegen Stein hilft Schere – und gegen HaWei hilft heute gar nichts.
Ein unterhaltsames, torreiches Spiel, bei dem HaWei nicht nur clever spielte, sondern auch zeigte, dass selbst in einem Handballspiel manchmal die einfachsten Regeln gelten:
Schere schlägt Stein. Und Papier – das war heute das Protokoll, auf dem der souveräne Heimsieg festgehalten wurde. Falls jetzt der Drang nach einer gepflegten Runde Schere-Stein-Papier aufkommt, wäre am 14.12.25 die beste Option, diesen Drang zu bewältigen. Die Zweite trifft dort um 19 Uhr in der Erich-Kästner-Halle auf den TSV Graben-Neudorf.
Aufstellung und Torschützen:
Tor: Philipp Huber , Bastian Köhler
Feld: Alessandro Burkhard 5, Fabio Häfner 4, Niels Krempel 1, Jan Krämer 1, Jakob Köhler 4, Johannes Köhler 5, Dominik Machauer , Fabian Müller , Patrick Simianer 4, Jannik Simianer 4/1, Leon Würges 4, Joshua Zoz 3
