Schon beim Aufwärmen wurde klar: Die Gastgeber hatten offenbar weniger mit Spielzügen als mit Bodenübungen, Sprungkrafttraining und akrobatischen Einlagen verbracht. Während die SG HaWei 2 noch Bälle warf, wurden auf der anderen Seite bereits Salti vorbereitet.
Zu Beginn hielt man noch tapfer mit. Ein kurzer Abstecher ins Gleichgewichtstraining brachte sogar ein 2:2, ehe die Turnerschaft endgültig ihr Programm startete. Fortan wurde nicht mehr gespielt, sondern geturnt. Angriff? Überschlag. Abwehr? Spagat. Torwurf? Mit Anlauf, Absprung und perfekter Landung.
Spätestens zur Halbzeit war klar: Hier gibt es heute keine Punkte, sondern Haltungsnoten. Die SG HaWei 2 sammelte fleißig Erfahrung, während der Gegner scheinbar von Gerät zu Gerät wechselte. Reck, Barren, Boden – alles war dabei. Der Spielstand fühlte sich zunehmend weniger wie ein Ergebnis und mehr wie eine Startnummer im Mehrkampf an.
Nach der Pause versuchte die SG HaWei 2 noch einmal, das Ganze auf Handball zurückzuführen. Doch jeder Angriff endete in einer neuen turnerischen Darbietung des Gastgebers. Besonders beeindruckend: die Kombination aus schnellem Umschalten und sauberer Landung, für die es aus turnerischer Sicht mindestens eine 9,5 gegeben hätte.
Die SG HaWei 2 hielt dagegen, zeigte Kampfgeist und immerhin solide Grundkenntnisse im „Standweitsprung Richtung Mittelkreis“. Am Ende stand ein 22:40, was in der Turnhalle vermutlich als „sehr gute Gesamtleistung“ durchgegangen wäre.
Nach diesem unfreiwilligen Turntraining heißt es für die SG Hambrücken/Weiher 2: Geräte abbauen, Matten einrollen und den Fokus wieder klar auf Handball legen. Am 31.01. um 16:00 Uhr wartet mit den Murgtal Panthers 2 der nächste Gegner – diesmal hoffentlich ohne Bodenübungen, Kür-Programm oder Wertungsrichter.
Aufstellung und Torschützen:
Tor: Philipp Huber
Feld: Tobias Braun 3/1, Fabio Häfner 5/3, Niels Krempel 1, Jan Krämer 1, Bastian Köhler , Jakob Köhler 6, Dominik Machauer , Fabian Müller , Patrick Simianer 1, Joshua Zoz 5
