Der Beginn der Begegnung verlief zunächst noch ausgeglichen, doch früh wurde deutlich, dass es an diesem Abend vor allem vor dem Tor schwierig werden würde. Zwischen der 4. und 14. Minute blieb die Mannschaft komplett ohne eigenen Treffer – eine Phase, die dem Spiel früh eine klare Richtung gab. In diesen zehn Minuten wurden mehrere gute Chancen liegen gelassen, darunter auch klare Wurfmöglichkeiten aus aussichtsreichen Positionen. Gleichzeitig erwischte der Torhüter des TB Pforzheim einen überragenden Tag und brachte die Angreifer immer wieder zur Verzweiflung. Paraden aus dem Rückraum, von außen und sogar bei freien Würfen sorgten dafür, dass der Rückstand schnell anwuchs.
Trotz dieses Rückschlags ließ sich die Mannschaft nicht komplett aus dem Konzept bringen. Spielerisch war man keineswegs klar unterlegen, im Gegenteil: Es wurden sich weiterhin gute Chancen erarbeitet, und auch im Positionsspiel gab es immer wieder gelungene Aktionen. Allerdings zog sich das Problem der Chancenverwertung wie ein roter Faden durch die gesamte Partie. Immer wieder scheiterte man entweder am stark aufgelegten Torhüter oder am eigenen Abschluss. So ging es mit einem 15:12-Rückstand in die Halbzeit – ein Ergebnis, das durchaus noch Hoffnung ließ, da der Abstand trotz der schwachen Phase überschaubar blieb.
Im weiteren Spielverlauf bot sich ein ähnliches Bild. Die Mannschaft kämpfte sich mehrfach wieder etwas heran und zeigte Moral, doch immer dann, wenn die Möglichkeit bestand, den Rückstand entscheidend zu verkürzen, fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Insgesamt summierten sich die Fehlwürfe am Ende auf rund 25 – ein Wert, der es extrem schwer macht, ein Spiel auf diesem Niveau zu gewinnen. Besonders bitter war zudem die Ausbeute von der Siebenmeterlinie: Drei verworfene Strafwürfe verhinderten zusätzliche einfache Tore und hätten dem Spielverlauf eine andere Richtung geben können.
Der gegnerische Torhüter blieb auch in der zweiten Hälfte ein entscheidender Faktor und knüpfte nahtlos an seine starke Leistung aus der Anfangsphase an. Egal ob aus dem Rückraum, von den Außenpositionen oder im Tempogegenstoß – immer wieder war er zur Stelle und hielt den Vorsprung seiner Mannschaft fest. Auf der anderen Seite fanden die eigenen Torhüter kaum Zugriff auf das Spiel, sodass wichtige Paraden ausblieben und es schwierig war, einfache Gegentore zu verhindern oder selbst in schnelle Gegenstöße zu kommen.
Trotz allem zeigte die Mannschaft über weite Strecken eine engagierte Leistung und gab sich zu keinem Zeitpunkt auf. Der Einsatz stimmte, und auch spielerisch zeigte man immer wieder gute Phasen. Letztlich war es jedoch die fehlende Effizienz vor dem Tor, die den Unterschied ausmachte. Mit einer normalen Wurfquote und einer besseren Chancenverwertung wäre in dieser Partie deutlich mehr möglich gewesen, zumal die spielerischen Ansätze durchaus vorhanden waren.
Nun gilt es, den Fokus schnell auf das nächste Spiel zu richten: Am kommenden Samstag um 17:00 Uhr steht vor heimischem Publikum in Hambrücken das Duell gegen die SG Neuthard/Büchenau an. Hier soll wieder an die besseren Phasen angeknüpft und vor allem die Chancenverwertung deutlich verbessert werden.
Aufstellung und Torschützen:
Tor: Janis Losleben , Thomas Peterhans
Feld: Tobias Braun , Jannis Debatin 5, Dominik Dürr , Tobias Grub 4, Moritz Moßbacher , Tobias Mächtel 3, Joshua Notheisen 4, Sebastian Raab 11/2, Alexander Schuhmacher , Marius Wolf 1, Julian Wolf , Leon Würges
